Dresdens schönster Rosengarten – Stadtpark mit Flair und Skulpturen

Dresden Ausflugsziel Rosengarten mit Skulpturen

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Der Rosengarten in der Äußeren Neustadt Dresden ist ein Stadtpark mit Flair, der mit seinen Skulpturen selbst im November für Entzücken sorgt.

Wer mir im November 2018 bei Dresdenreisetipps.de durch die Äußere Neustadt gefolgt ist, darf sich nun über eine Fortsetzung meines Bummels virtueller Art freuen. Ich entführe meine treuen Leser heute an einen ganz besonderen Ort in Dresdens Szeneviertel – in den Rosengarten, einen idyllischen Stadtpark am Neustädter Elbufer, der selbst in der kalten Jahreszeit vor Charme sprüht und romantisch angehaucht ist. Die Skulpturen im schönsten Rosengarten Dresdens sind auch nicht „ohne“ (obwohl, einige davon schon) – aber dazu später mehr.

 

Spaziergang durch den Rosengarten in der Äußeren Neustadt

Nur noch wenige Meter trennen mich von dem Ort in Dresdens Szene-Viertel, an dem ich als Jugendliche während meiner Lehrzeit die langen Pausen verbrachte. Damit meine ich den Rosengarten in der Äußeren Neustadt. Damals bin ich mit den Mädels aus meiner Klasse oft im Neustädter Rosengarten gewesen. Wir haben dort unsere Pausenbrote gegessen, geschwatzt, gelacht und manchmal auch die Zeit vergessen. Herrlich war es in diesem idyllischen Stadtpark, der einen starken Kontrast zum Rest der Äußeren Neustadt bildete.

Parks und Gärten Dresden

Zu DDR-Zeiten sahen die Gebäude im Dresdner Stadtteil Neustadt von außen betrachtet ziemlich gespenstig aus. Die Häuser, eng an eng geschmiegt, wirkten wie mächtige Bauklötzer, düster und schwer. Farbkleckse waren hauptsächlich in den Neustädter Hinterhöfen vorhanden, in Form von bunten Kleidungsstücken auf den Wäscheleinen, die im Winde wehten. Wäsche flatterte rund um die Uhr auf den Leinen in Dresdens Stadtteilen. Vielleicht lag das auch an den begehrten Dederonschürzen, die täglich getragen wurden und gewaschen werden mussten. Das waren die typischen Kittelschürzen – heute nennt man sie das „Must-have der DDR“ – von denen jede gute Hausfrau wenigstens 2 Stück besaß (mehr gingen natürlich immer).

Blumen in Töpfen auf den Fensterbrettern sorgten ebenfalls für Farbenpracht in der Neustädter Tristesse, wie auch die bunten Kissen, die auf zahlreichen Fensterbänken lagen und als „Armstützen“ dienten. Früher sahen die Leute gerne stundenlang aus dem Fenster. Vor allem die „Alten“, die auf Unterhaltung hofften und darauf mussten sie nie lange warten. Es gab immer Nachbarn, die zu einem Plausch aufgelegt waren. Da war ein gepolsterter Untergrund für die Arme durchaus sinnvoll. So ließ es sich aushalten …

Hach je, da haben mich doch tatsächlich die Erinnerungen vom Wege abgebracht. Nun muss ich mich sputen, mein Ziel ist nach wie vor der Rosengarten – ein idyllischer Ort: Ich war schon lange nicht mehr dort.

 

Statue Sandstein Große Kniende

Immer eine Augenweide: Der Rosengarten mit samt seinen Plastiken

Von Weitem sehe ich sie schon, an der Ecke vor dem Café „Rosengarten“, sitzt sie seit Jahrzehnten auf ihrem Sockel – besser gesagt, kniet: Die „große Kniende“ wird sie daher genannt, die Sandsteinfigur. Die Skulptur ist ein „Akt“ des sächsischen Bildhauers Otto Rost.

Rosengarten Restaurant Kaffeehaus Gaststätte Dresden Neustadt

Eigentlich stand sie früher einmal direkt im Rosengarten. Dort in etwa, wo sich heute der Brunnen befindet, dessen Fontäne derzeit leider nicht mehr sprudelt. Schade, wäre eine schöne Aufnahme gewesen.

Rosengarten Stadtpark mit Skulpturen und Kaffeehaus Dresden

Ausflugstipp Dresden Rosengarten mit Kaffeehaus und Brunnen

Der charmante Stadtpark ist trotz des sonnigen Novemberwetters so gut wie menschenleer. Nur ein Liebespaar sitzt auf einer der Bänke und genießt die Sonnenstrahlen. Es hat sich nicht viel verändert seit meinem letzten Besuch vor einigen Jahren. Charmant wie eh und je ist der kleine Park am Neustädter Elbufer.

Und he, im Rosengarten sind die Bären los!

Bronzeskulptur kleiner Bär Dresdner Rosengarten

Die kleinen Bronzebären habe ich schon früher geliebt, allerdings standen sie zu DDR-Zeiten noch im Dresdner Zoo. Seit 2000 zieren die von Rudolf Löhner erschaffenen Bärenplastiken aus Bronze wieder die Sitzmauern der beiden Rondelle aus „Rotem Wesersandstein“ im hinteren Teil des Rosengartens, rechts und links vom Unterstand (Schutzhütte genannt –  man könnte auch Pavillon dazu sagen) gelegen.

Schutzhütte Rosengarten Dresden Neustadt

Der charmante Stadtpark am Rande der Äußeren Neustadt wird nicht umsonst Rosengarten genannt, denn hier ist sie überall – die „Königin der Blumen“. Selbst jetzt noch, im kalten November, blühen noch vereinzelte Rosen. Während ich durch den kleinen Neustädter Park schlendere, fallen mir immer neue Fotomotive ins Auge. So auch die Rückenansicht einer weiteren bedeutsamen Plastik im Rosengarten.

kostenloser Eintritt Rosengarten Dresden

Rosen und Skulptur Genesung Rosengarten Dresden

Wie eine Gottesanbeterin wirkt sie, die Plastik „Genesung“ – eine Bronzefigur des in Leipzig geborenen Bildhauers Prof. Felix Pfeifer, der ebenfalls Medailleur war und 1945 verstarb. Von vorn betrachtet, ist die „Nackte aus Bronze“ auch sehr schön anzusehen. Irgendwer hat der grazilen Skulptur einige Rosen zu Füßen gelegt, was leider auf meinem Foto nicht so gut zu erkennen ist.

Bronzeplastik Genesung Rosengarten Dresden

Skulpturen Garten Stadtpark Rosengarten Dresden

Ich wende mich ab von dieser Schönheit und setze meinen Spaziergang durch den Rosengarten am Königsufer fort. Bald schon taucht linker Hand eine weitere Plastik auf, die jedoch „neueren Datums“ ist, denn während meiner Lehrzeit stand diese Bronzefigur noch nicht im Rosengarten. Sie wurde erst 1999 dort aufgestellt, stammt von dem Künstler Steffen Bachmann und nennt sich „ani – mal“. Irgendwann einmal, weit vor meiner Zeit wohl, soll auf dem Sockel ein Stier gestanden haben – ein Kunstwerk, kein echter.

Ani Mal Skulptur Bronze Dresdner Neustadt Elbufer

Der Lärm wird lauter, die Straße kommt in Sicht und ich komme sozusagen abrupt in der Gegenwart an. Doch bevor ich mich zur Straßenbahnhaltestelle begebe, fordern mich die kleinen Kerlchen am Ende (oder am Anfang) des Rosengartens wortlos auf, ein Foto zu machen. Bei diesen niedlichen Exemplaren handelt es sich um vier Putten aus Muschelkalk, die von Max Daniel Hermann Fritz erschaffen wurden, der zu Lebzeiten Bildhauer, Porzellanmodelleur und Medailleur war.

Putten Eingang Ausgang Rosengarten Dresden

An der Treppe mit den niedlichen Putten endet mein Bummel durch den romantischen Stadtpark mit Flair, der zu jeder Jahreszeit seine Reize hat. Wer mehr über Dresdens schönsten Rosengarten erfahren möchte, über die Rosen an sich, über die Entstehung und Geschichte, über den Verbleib der fehlenden Skulpturen – denn einst gab es noch mehr davon – dem empfehle ich die Website Rosengarten Dresden.

blühende Rosen im romantischen Stadtpark Dresden

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